Die Blumen von gestern (Wdh.)

Genre: Spielfilm | Spieldauer: 125 Min. | Filmsprache: Deutsch

Beschreibung

Gewinner des Baden-Württembergischen Filmpreis 2016

Kategorie Bester Spielfilm

Der Gewinnerfilm ‚Die Blumen von gestern’, dessen Drehbuch 2013 mit dem Thomas-­Strittmatter-­Drehbuchpreis der MFG Filmförderung Baden-­‐Württemberg ausgezeichnet wurde und der im Januar 2017 in die deutschen Kinos kommt, porträtiert den Holocaust­ ‐ Forscher Totila Blumen, der Nachfahre prominenter NS-­‐Täter ist und unter seiner Herkunft leidet. Die Jury betont in ihrer Begründung, dass Chris Kraus ein Balanceakt auf einem Seil gelungen sei, auf das sich nur wenige gewagt hätten: "Eine Komödie, die in Teilen schon Slapstick ist, über die Aufarbeitung und Erforschung des Holocaust". Von Beginn an habe er klare Verhältnisse geschaffen und ziehe das Publikum in seinen Bann durch "herrlich Gift-­‐und-­‐Galle-­‐spuckende Protagonisten – inszeniert in einer berauschenden Geschwindigkeit". Der Film ist hochkarätig besetzt mit Lars Eidinger, Adèle Haenel, Jan Josef Liefers und Hannah Herzsprung. Der Baden-Württembergische Filmpreis in der Kategorie Spielfilm in Höhe von 2.000 Euro wurde gestiftet von Dr. Hauschka Kosmetik.

Synopsis

Totila Blumen steckt in einer echten Lebenskrise. Bei einer Beförderung wird der Holocaust-Forscher glatt übergangen, in seiner Ehe läuft es auch nicht so, wie es sollte und seine taktlosen Kollegen versuchen, aus einem Kongress über das Konzentrationslager Auschwitz ein finanziell erfolgreiches Medien-Event zu machen.

Zu allem Überfluss wird dem stets ernsten Historiker auch noch eine neue Praktikantin zugeteilt. Die aufgedrehte, exzentrische Zazie folgt ihm auf Schritt und Tritt und bringt dadurch den griesgrämigen Forscher nach und nach aus der Fassung. Dass die junge Französin zudem ein Verhältnis mit seinem direkten Vorgesetzten anfängt, macht die Situation für Blumen nicht gerade angenehmer.

Missmutig und frustriert wendet sich Totila an seine Frau. Doch diese hat für sein Gejammer wenig übrig und fordert ihn auf, sich doch einfach mit der Situation zu arrangieren. Und so machen sich der notorische Griesgram und seine quirlig-überdrehte Praktikantin wohl oder übel an die gemeinsame Arbeit.

Dass dieses Arrangement auf Dauer nicht funktionieren kann und am Ende ihrer Begegnung ein intensiver, tiefgehender Austausch über die ganz großen Fragen des Lebens stehen wird – das ahnen die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht. ‚Die Blumen von gestern’ erzählt von Liebe, Scheitern und Schuld – denn als Zazie, die junge Jüdin, dem wohlgehüteten, unschönen Familiengeheimnis der Familie Blumen auf die Schliche kommt, setzt eine Dynamik ein, die nicht kontrolliert werden kann.

Eröffnungsfilm (Wdh.)

Vorstellung

am 4.12.2016
um 10:00 Uhr
im Metropol Kino StuttgartZum Ticket-Vorverkauf

Credits

Regie / Drehbuch

Chris Kraus

Produzent

Dor Film-West / Four Minutes Filmproduktion,

Danny Krausz,

Kathrin Lemme

Kamera

Sonja Rom

Schnitt

Brigitta Tauchner

Musik

Annette Focks

Ton

André Zacher

Mit

Lars Eidinger,

Adèle Haenel,

Jan Josef Liefers,

Hannah Herzsprung,

u.v.m.

Zum Jugendfilmpreis

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